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KiK: Streikpause bis nach Weihnachten soll Beschäftigte entlasten

Streit um Tarifverträge : Verdi setzt Streiks bei KiK bis nach Weihnachten aus

Die Gewerkschaft Verdi hat die seit drei Wochen andauernden Streiks im Zentrallager des Textil-Discounters KiK bis nach Weihnachten gestoppt. Mit der Pause sollen die Beschäftigten in der Vorweihnachtszeit entlastet werden.

Die Streikenden sollten "belastungsfreie Feiertage" mit ihren Familien und Freunden genießen, begründete Verdi-Streikleiterin Christiane Vogt am Montag den Schritt. An die KiK-Geschäftsführung appellierte sie, die Streikpause dazu zu nutzen, ihre harte Haltung zu überdenken.

Vogt warnte gleichzeitig, wenn die Gewerkschaft "auch nur Ansätze von Sanktionsmaßnahmen gegen Streikbeteiligte" feststelle, werde man den Arbeitskampf wieder aufnehmen. Die Streikbereitschaft unter den Beschäftigten sei ungebrochen. Laut Verdi beteiligten sich rund 200 Beschäftigte an dem Arbeitskampf. Der bisherige Streik sei sehr effektiv gewesen. Viele KiK-Filialen seien dadurch teilweise gar nicht oder mit wesentlich weniger Ware beliefert worden.

Das Unternehmen sprach allerdings in den vergangenen Wochen von deutlich niedrigeren Teilnehmerzahlen und geringen Auswirkungen des Streiks. Ziel von Verdi ist es, die Anerkennung aller Tarifverträge des NRW-Einzelhandels für die Beschäftigten der KiK-Logistik durchzusetzen. Vom Zentrallager in Bönen werden alle Filialen des Textil-Discounters in Deutschland beliefert.

(lnw)