Kein Bahnstreik 2017: Schlichter wenden GDL-Streik bei Deutscher Bahn ab

Einigung mit Lokführergewerkschaft : Schlichter wenden Streik bei der Bahn ab

Die Schlichtung zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL ist erfolgreich abgeschlossen worden. Das teilten die Schlichter am Freitag in Berlin mit. Drohende Streiks werden damit vermieden.

Die Schlichtung zwischen der Deutschen Bahn und der GDL sieht nach Unternehmensangaben ein Tarifpaket im Gesamtvolumen von mehr als 5,5 Prozent vor. Enthalten sind neben Lohnerhöhungen auch Verbesserungen im Schichtdienst, wie Deutsche Bahn und GDL am Freitag in Berlin übereinstimmend mitteilten. Dabei geht es vor allem um bessere Planbarkeit von Arbeit und Freizeit für die Mitarbeiter.

Das Entgelt für das Zugpersonal soll ab April um 2,5 Prozent steigen. Für die Monate davor war bereits eine Einmalzahlung von 550 Euro vereinbart und ausbezahlt worden. Zum Januar 2018 tritt zudem eine Absenkung der sogenannten Referenzarbeitszeit um 2,6 Prozent in Kraft, was laut Bahn auf das Tarifvolumen angerechnet wird.

DB-Personalvorstand Ulrich Weber begrüßte die Einigung als "wichtiges Signal und vernünftigen Kompromiss". Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky teilte mit, es seien die "dringlichen Kernziele der Gewerkschaft" erreicht worden.

Den erfolgreichen Abschluss der Schlichtung hatten die beiden Schlichter, Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und der frühere brandenburgische Regierungschef Matthias Platzeck (SPD), kurz zuvor bekanntgegeben. Drohende Streiks wurden damit vermieden.

Die GDL hatte kurz vor Weihnachten die Verhandlungen für gescheitert erklärt und die Schlichtung in Gang gesetzt. Ramelow und Platzeck hatten bereits im Frühsommer 2015 erfolgreich einen von etlichen Streiks begleiteten Tarifkonflikt beider Seiten beigelegt.

(rent/AFP)
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