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Kaufhof-Eigner Hudson's Bay interessiert sich für Macy's

New Yorker Traditionskaufhaus : Kaufhof-Eigner interessiert sich für Warenhaus Macy's

Die kriselnde US-Kaufhaus-Ikone Macy's ist laut Medienberichten ins Visier des kanadischen Kaufhof-Eigentümers Hudson's Bay geraten. Die Unternehmen hätten bereits Gespräche über eine mögliche Übernahme geführt, berichten amerikanische Medien.

Die 1858 gegründete US-Warenhauskette Macy's mit der legendären Flaggschiff-Filiale am New Yorker Herald Square ist mit einem Börsenwert von etwa zehn Milliarden Dollar viel größer als der angebliche Kaufinteressent Hudson's Bay, der es zuletzt auf rund 1,9 Milliarden Dollar brachte. Doch die Geschäfte von Macy's laufen schon lange schlecht und das Unternehmen ist hoch verschuldet.

Über die mögliche Übernahme schrieben am Freitag zuerst das "Wall Street Journal" und später der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf Insider. An der Börse katapultierte die Nachricht den Aktienkurs von Macy's zeitweise um rund zehn Prozent nach oben.

Allerdings befinden sich die Verhandlungen den Berichten nach noch in einem vorläufigen Stadium. Ob ein Deal mit den Kanadiern, die 2015 Kaufhof geschluckt hatten, überhaupt zustande komme, sei noch unklar.
Eine Möglichkeit könne zudem darin bestehen, dass Hudson's Bay lediglich das Immobilienportfolio von Macy's übernehme. Die Unternehmen äußerten sich zunächst nicht dazu.

Der US-Traditionskonzern, zu dem auch die Luxuskette Bloomingdale's gehört, ist stark angeschlagen und machte zuletzt nur noch mit Stellenabbau und Filialschließungen Schlagzeilen. Hudson's Bay ist indes schon länger auf Shoppingtour. Zu dem bereits 1670 gegründeten, nach eigenen Angaben ältesten Unternehmen Nordamerikas, gehört seit 2013 auch die bekannte US-Kaufhausmarke Saks Fifth Avenue.

(rent/dpa)