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Insolventes Unternehmen: Kaufangebot für TV-Hersteller Loewe

Insolventes Unternehmen : Kaufangebot für TV-Hersteller Loewe

Für den angeschlagenen Fernsehgeräte-Hersteller Loewe hat ein Investor erstmals ein konkretes, schriftliches Angebot vorgelegt. Der Interessent wolle den gesamten Geschäftsbetrieb übernehmen, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Das Unternehmen selbst - also die Aktiengesellschaft mit ihren Schulden - will der Käufer hingegen nicht übernehmen. Trotzdem solle die Marke Loewe auf diese Weise erhalten bleiben, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

Loewe hatte bereits Mitte Juli Gläubigerschutz beantragt. Das Unternehmen setzte zunächst auf ein Schutzschirm-Verfahren in Eigenverantwortung, das angeschlagenen Unternehmen drei Monate Zeit für ein neues Sanierungskonzept gewährt. Dieses Verfahren ging Anfang Oktober in ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung über.

"Dass sich ein Investor zum Kauf von Loewe entschlossen hat, unterstreicht die hohe Attraktivität der Premiummarke Loewe und des Unternehmens insgesamt", erklärte Loewe-Chef Matthias Harsch am Montag. Loewe hatte bereits im Juli eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Fernsehgeräte-Hersteller Hisense geschlossen. Das Unternehmen will damit nach eigenen Angaben vom TV-Produzenten zum Systemanbieter einer Entertainment-Plattform werden.

Die 1923 in Berlin gegründete Traditionsfirma ist eines der letzten vergleichbaren Unternehmen in Deutschland. Seine im Marktvergleich hochwertigen Fernseher konnte Loewe in den vergangenen Jahren angesichts eines immensen Preisverfalls aber immer schlechter verkaufen.

(dpa)