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Karstadt-Kaufhof: 47 Häuser müssen schließen

Essen : Karstadt-Kaufhof: 47 Häuser schließen

Die Gläubiger des Warenhauskonzerns sollen auf mehr als zwei Milliarden Euro verzichten. Am Dienstag treffen sich Gläubiger und deren Vertreter in der Essener Messe. Sie sollen den Insolvenzplan durchwinken.

Auf rund zwei Milliarden Euro sollen die Gläubiger des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof verzichten. Dieser Vorschlag wird ihnen und ihren Vertretern am Dienstag in der Essener Messe präsentiert. Dabei sind Lieferanten, Vermieter und Arbeitnehmer. Auch die Agentur für Arbeit und die Zurich Versicherung sind bei dem Treffen mit von der Partie.

Zu dem Konzept, das die aktuelle Unternehmensführung um den Vorstandsvorsitzenden Miguel Müllenbach und den Sachwalter Frank Kebekus den Gläubiger-Vertretern vorlegt, gibt es offenbar keine Alternative. Andernfalls müssten alle Filialen der beiden traditionsreichen Warenhausunternehmen Karstadt und Kaufhof geschlossen werden, heißt es. In dem Fall würde für die Gläubiger nach Abzug der Masseverbindlichkeiten faktisch nichts mehr übrig bleiben, sagen Insider.

Also wird von allen Beteiligten nun der Schulterschluss erwartet. Der Insolvenzplan beinhaltet nach jüngsten Angaben aus dem Umfeld des Unternehmens die Schließung von 47 Warenhäusern. Das kostet Tausende Jobs – und wäre doch ein Erfolg für die Arbeitnehmer-Vertreter. Denn zu Beginn des Prozesses war davon die Rede gewesen, dass 62 Häuser geschlossen werden müssten.Verdi will die Zukunft des Unternehmens sichern und eine mögliche Zerschlagung des Unternehmens verhindern, indem möglichst viele Standorte und damit Arbeitsplätze erhalten bleiben. Der Erhalt möglichst vieler Filialen ist im Interesse aller Gläubiger“, erklärte am Montag die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, für die in Essen Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger und Orhan Akman, der Verhandlungsführer bei den Gesprächen mit Galeria Karstadt Kaufhof, vor Ort sind.