Karstadt-Aufsichtsrat bestätigt: Weitere fünf Filialen schließen

Drei Häuser liegen in NRW : Karstadt-Aufsichtsrat bestätigt: Weitere fünf Filialen schließen

Traurige Gewissheit für die Belegschaft von fünf Häusern: Der angeschlagene Kaufhauskonzern Karstadt schrumpft weiter sein Filialnetz. Dies teilte das Unternehmen nach einer Sitzung des Aufsichtstrats mit.

Betroffen seien die Standorte in Recklinghausen, Bottrop, und Mönchengladbach-Rheydt (alle in Nordrhein-Westfalen) sowie in Dessau (Sachsen-Anhalt) und Neumünster (Schleswig-Holstein) Dessau, Neumünster und Mönchengladbach-Rheydt, hieß es. Das Unternehmen begründete die Schließungen unter anderem mit einer seit Jahren negativen Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Standorte.

In Mönchengladbach-Rheydt scheint es jedoch noch Hoffnung zu geben. Die EWMG — Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach - hat mitgeteilt, man habe bereits Gespräche mit der Karstadt-Führung über die Fortsetzung des Mietverhältnisses unter veränderten Bedingungen geführt.

Die Karstadt-Warenhäuser in Bottrop und Dessau sollen zum 31. März kommenden Jahres geschlossen werden. Die Filialen in Recklinghausen, Neumünster und Mönchengladbach sollen dann zum 30. Juni 2016 ihren Betrieb einstellen, heißt es beim "Handelsblatt".

Die Beschäftigten der Filiale in Recklinghausen wurden nach dpa-Informationen aus Belegschaftskreisen am Montagabend über die Schließungspläne für das Haus informiert. Nach Darstellung der Gewerkschaft Verdi trat der Karstadt-Aufsichtsrat am Dienstagvormittag an einem geheim gehaltenen Ort zu einer Sitzung zusammen. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme zunächst ab.

(dpa)
Mehr von RP ONLINE