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Innerhalb einer Woche: JPMorgan verliert offenbar weitere Milliarde

Innerhalb einer Woche : JPMorgan verliert offenbar weitere Milliarde

Die Spekulationsverluste bei JPMorgan sind einem Bericht zufolge innerhalb einer Woche um mindestens eine weitere Milliarde Dollar gestiegen. Das Minus aus Wetten auf den Kreditmarkt soll seit der Bekanntgabe am vergangenen Donnerstag um mindestens 50 Prozent gestiegen sein.

Hedgefonds und Spekulanten hätten die Notlage der Bank ausgenutzt, berichtete das in Finanzfragen meist sehr gut informierte Blog "Dealbook", das zur "New York Times" (NYT) gehört, am Donnerstag unter Berufung auf mit den Geschäften vertraute Personen. Eine Sprecherin der Bank habe die Informationen nicht kommentiert.

JPMorgan-Chef Jamie Dimon hatte zwar bereits vor einer Woche eingeräumt, dass sich die Verluste aus den Geschäften in den kommenden Quartalen verdoppeln und in den kommenden Wochen stark schwanken könnten. Die Geschwindigkeit komme jetzt aber überraschend, hieß es weiter in dem Bericht vom Donnerstag. JPMorgan habe das große Problem, dass jetzt alle Marktteilnehmer von den Geschäften wüssten und sich viele stark gegen die Positionen der Großbank stellten.

FBI-Untersuchungen

US-Finanzaufsichtsbehörden sowie die Bundespolizei FBI schauen sich bereits die verlustreichen Geschäfte von JPMorgan an, wobei noch vollkommen unklar ist, ob die Bank gegen Gesetze verstoßen hat. Der Milliardenverlust hat überdies in Washington den Unterstützern der sogenannten "Volcker Rule" Auftrieb gegeben, die das Spekulieren mit eigenem Geld bei den Banken unterbinden soll. JPMorgan-Chef Dimon ist einer der größten Gegner der Regel.

Nach "Dealbook"-Informationen untersucht auch die US-Notenbank die Geschäfte der Großbank sowie die seit einer Woche aufgelaufenen zusätzlichen Verluste intensiv. Dabei werde vor allem geprüft, ob die Risiken für ein von der Fed beaufsichtigtes Institut angemessen und erlaubt waren.

(dpa)