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Jobabbau bei Stahlhersteller Vallourec befürchtet

Düsseldorfer Stahlhersteller : Jobabbau bei Vallourec befürchtet

Betriebsräte fürchten, Neuausrichtung in Düsseldorf könnte Jobs kosten.

Angesichts einer geplanten Neuausrichtung der Werke des Stahlkonzerns Vallourec in Düsseldorf befürchten Arbeitnehmervertreter einen spürbaren Arbeitsplatzabbau. Die Gewerkschaft der IG Metall und der Gesamtbetriebsrat forderten am Donnerstag die Unternehmensleitung auf, ein „ganzheitliches Konzept mit dauerhaften Perspektiven für die Beschäftigten“ vorzulegen. An zwei Standorten in der Landeshauptstadt sind aktuell rund 2500 Mitarbeiter beschäftigt.

Nach Angaben des Betriebsrates soll die Produktion im Düsseldorfer Stadtteil Reisholz bis Ende 2019 um etwa 50 Prozent heruntergefahren werden, im Stadtteil Rath sogar um 60 Prozent. Welcher Stellenabbau daraus folgen könnte, sei noch nicht bekannt. Anfang August soll es weitere Gespräche geben,

Das Unternehmen teilte auf Anfrage mit, Ziel der Neuausrichtung der Werke sei es, mit einem Aktionsplan deren Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und ihre Zukunft zu sichern. „Im Mittelpunkt steht, technologische Stärken genauer herauszuarbeiten, mögliche Synergien zwischen den Werken zu nutzen und gleichzeitig die Auswirkungen auf die Belegschaft so gering wie möglich zu halten.“ Begründet wurde das damit, dass die Absatzmärkte der betroffenen Werke deutlich geschwächt seien, insbesondere der konventionelle Kraftwerksmarkt. „Wir stehen am Anfang des Prozesses und werden den Aktionsplan in den kommenden Wochen wie gewohnt im intensiven Dialog mit den Arbeitnehmervertretern entwickeln“, so das Unternehmen weiter.

Vallourec hatte bereits 2016 angekündigt, 1000 Stellen an den deutschen Standorten – neben Düsseldorf gehört dazu Mülheim – streichen zu wollen, allerdings ohne betriebsbedingte Kündigungen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern aber ein modernes neues Schrägwalzwerk für 45 Millionen Euro in Düsseldorf-Rath installiert.