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Piech soll zurücktreten: Investmentfonds - Unzufrieden mit VW

Piech soll zurücktreten : Investmentfonds - Unzufrieden mit VW

Hamburg (ddp.djn). Mit der Unternehmensführung bei größten Autokonzern Europas, Volkswagen, sind offenbar mehrere Investmentfonds unzufrieden. US-Investmenhaus und VW-Aktionär Tweedy Browne fordert den Rücktritt von Ferdinand Piech.

Über einen Rücktritt des Aufsichtsrats-Vorsitzenden Piech spreche Tweedy Browne schon mit anderen Aktionären, berichtet die "Financial Times Deutschland".

Porsche ist seit kurzem mit 18,6 Prozent größter VW-Aktionär. Seither gilt die Rolle von Piech, der ebenfalls Porsche-Großaktionär ist, als umstritten. Zudem löste Piech jüngst einen Streit im Aufsichtsrat aus, als er gegen den Wunsch der Unternehmensführung und einiger Aktionärsvertreter den gewerkschaftsnahen ehemaligen Audi-Manager Horst Neumann bei der Wahl zum neuen Arbeitsdirektor unterstützte.

Auch andere Großaktionäre wie die Fonds DWS und Union Investment kritisieren der Zeitung zufolge Piechs Rolle bei VW. Zudem seien bekannte Wirtschaftsgrößen über den möglichen Schaden aufgebracht, den die Querelen um Piech Deutschlands Image als Finanzplatz zugefügt hätten. Namen nannte das Blatt allerdings nicht.

Tweedy Browne verwaltet dem Bericht zufolge 13 Milliarden Dollar. In Deutschland habe das Investmenthaus neun Investitionen mit einem Gesamtvolumen von rund 700 Millionen Dollar. An VW ist Tweedy Browne mit einem Prozent beteiligt.

(afp)