Niederländischer Finanzkonzern: ING kehrt in Gewinnzone zurück

Niederländischer Finanzkonzern : ING kehrt in Gewinnzone zurück

Amsterdam (RPO). Der angeschlagene Finanzkonzern ING hat im dritten Quartal wie erwartet wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das vor seiner Aufspaltung stehende Unternehmen verbuchte einen Nettogewinn von 499 Millionen Euro nach einem Verlust von 478 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Ausschlaggebend für den Überschuss seien vor allem hohe Zinseinnahmen und niedrigere Kosten in der Bankensparte, teilte das niederländische Institut am Mittwoch mit.

Der bereinigte Nettogewinn lag bei 778 Millionen Euro, der bereinigte Vorsteuergewinn der Bankensparte bei 264 Millionen Euro und das bereinigte Ergebnis der Versicherungsparte bei 514 Millionen Euro.

Der am niederländischen Staatstropf hängende Finanzkonzern hatte Ende Oktober angekündigt, sich auf Druck der EU bis 2013 in eine Bank mit europäischem Fokus zu wandeln und das Versicherungsgeschäft abstoßen.

Zudem will der Konzern, der in Deutschland mit seiner Direktbank-Tochter ING-Diba vertreten ist, mit Hilfe einer Kapitalerhöhung über 7,5 Milliarden Euro die Hälfte der zehn Milliarden Euro Staatshilfen vorzeitig zurückzahlen.

Damals gab ING schon Schätzungen für seine Quartalszahlen bekannt, die nun eintrafen. Neue Details über die geplante Aufspaltung teilte das Unternehmen nun zunächst nicht mit.

Zwischenbericht gibt Aktie Auftrieb

Die Anleger haben am Mittwoch die Quartalszahlen von ING mit Aktienkäufen honoriert. Die Papiere des niederländischen Finanzkonzerns kletterten um 4,6 Prozent.

ING hatte wie erwartet im dritten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. "Die Ergebnisse in der Bankensparte, die ING behält, sind ziemlich robust", urteilte Analyst Dirk Peeters von KBC Securities.

(RTR/csr)