Beschluss des Opel-Aufsichtsrates: In Bochum wird ab 2015 nicht mehr produziert

Beschluss des Opel-Aufsichtsrates: In Bochum wird ab 2015 nicht mehr produziert

Der Autohersteller Opel baut ab dem Jahr 2015 keine Autos mehr in Bochum. Die Produktion werde zum Jahresende 2014 eingestellt, beschloss der Aufsichtsrat der General-Motors-Tochter auf Vorschlag des Vorstands am Mittwoch in Rüsselsheim.

Der von der Bochumer Belegschaft abgelehnte Sanierungsplan für das Gesamtunternehmen hätte die Produktion des Familienautos "Zafira" in dem 1962 gegründeten Werk bis ins Jahr 2016 verlängert. Wo das Modell nach 2014 gefertigt werden soll, sei nicht entschieden worden, teilte Opel auf Anfrage mit. Man habe mehrere Optionen. Die Belegschaften an den anderen deutschen Standorten hatten dem von der IG Metall ausgehandelten Sanierungsplan zugestimmt.

Duin zeigt sich erschüttert

RW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) hat das beschlossene Aus für die Autoproduktion im Bochumer Opel-Werk als schweren Schlag für ganz Nordrhein-Westfalen bezeichnet. Die Entscheidung des Opel-Aufsichtsrats sei für die vielen Opel-Beschäftigten in Bochum und ihre Familien mehr als bitter, erklärte Duin am Mittwoch in Düsseldorf.

  • Fotos : Dezember 2012: Opel-Belegschaftsversammlung in Bochum

Vor diesem Hintergrund sei das Nein der Bochumer Opel-Belegschaft zum Sanierungstarifvertrag "umso bedauerlicher". Der Sanierungsplan für das Gesamtunternehmen hätte die Produktion des Familienautos "Zafira" in Bochum bis ins Jahr 2016 verlängert.

Jetzt müssten alle Beteiligten an der Schaffung neuer Perspektiven und hochwertiger Arbeitsplätze am Standort Bochum arbeiten, so Minister Duin. Hier stehe auch die Adam Opel AG weiter in der Verantwortung. Es beruhige ihn, dass Opel an seiner zweistelligen Millionenzusage für die Entwicklungsgesellschaft "Bochum Perspektive 2022" festhalte.

(dpa/felt/das)
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