Gerichtsvollzieher im Trainingslager: Hochtief lässt bei ukrainischem Fußballclub pfänden

Gerichtsvollzieher im Trainingslager: Hochtief lässt bei ukrainischem Fußballclub pfänden

Der Essener Baukonzern Hochtief treibt ausstehende Zahlungen des ukrainischen Fußballclubs Dnjepr Dnjepropetrowsk per Gerichtsvollzieher ein. Das Trainingslager des osteuropäischen Spitzenclubs in Bad Erlach in Österreich habe kürzlich auf Veranlassung der Deutschen entsprechenden Besuch gehabt.

Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus". Im Hotel der Ukrainer hätten die Beamten im Zimmer von Dnipro-Vereinsboss Andriy Stetsenko 3700 Euro und 3000 Dollar in bar sichergestellt. Der Essener Konzern habe bis 2008 für 40 Millionen Euro das Stadion der Ukrainer gebaut. Bis heute schulde der Klub Hochtief noch elf Millionen.

Ein Unternehmenssprecher äußerte sich nicht zu einzelnen Summen, bestätigte am Sonntag aber, dass einige Millionen nicht gezahlt wurden. Man schöpfe die Möglichkeiten aus, das Geld zu bekommen. In der Ukraine sind die Ansprüche laut "Focus" schwer durchsetzbar. Dem Tabellen-Vierten der ukrainischen ersten Liga drohe auch künftig bei Auswärtsspielen etwa in der Europa League ein Besuch vom Gerichtsvollzieher.

(dpa)
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