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Hochtief könnte Donald Trumps US-Mauer zu Mexiko bauen

Größter deutscher Baukonzern : Hochtief könnte Trumps US-Grenzmauer zu Mexiko bauen

Der größte deutsche Baukonzern Hochtief könnte sich um den Auftrag zum Bau einer Grenzmauer der USA zu Mexiko bewerben. Für das abgelaufene Geschäftsjahr konnte Hochtief einen Gewinnsprung vermelden.

Derzeit sei noch unklar, was die neue US-Regierung unter Präsident Donald Trump plane, sagte Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes am Dienstag in Düsseldorf.

Hochtief sei aber offen für alle Aufträge in den USA, fügte er hinzu. Trump hatte immer wieder angekündigt, eine Mauer an der Grenze errichten zu wollen. Hochtief ist in den USA mit den Töchtern Flatiron und Turner vertreten. Der Konzern hofft auf Milliarden-Aufträge in den USA.

Vor allem das internationale Geschäft hat beim Essener Baukonzern Hochtief im abgelaufenen Geschäftsjahr für einen Gewinnsprung gesorgt.

Unter dem Strich kamen beim mehrheitlich zum spanischen Baukonzern ACS gehörenden MDax-Unternehmen 321 Millionen Euro in die Kasse, ein Plus von 54 Prozent im Vergleich zum Jahr zuvor.

Hintergrund waren gute Ergebnisse der Töchter in Australien und den USA sowie ein weiterer Sparkurs, der die Gewinnmargen nach oben trieb, wie Hochtief am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Der Umsatz ging 2016 aufgrund von Anteilsverkäufen in Australien um 5,6 Prozent auf 19,9 Milliarden Euro zurück.

Von dem Gewinnsprung sollen auch die Aktionäre profitieren. Die Dividende soll um 30 Prozent auf 2,60 je Aktie erhöht werden.

Der Baukonzern zeigte sich aufgrund prall gefüllter Auftragsbücher und guter Aussichten auf weitere Bestellungen noch optimistischer für das laufende Jahr. Für 2017 wird ein Umsatzwachstum von mehr als zehn Prozent angepeilt.

(REU/csr)