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Düsseldorfer Unternehmen: Henkels Zukaufpläne

Düsseldorfer Unternehmen : Henkels Zukaufpläne

Was ist davon zu halten, wenn Henkel eine Übernahme von Wella anscheinend ernsthaft prüft? Erstens ist zu loben, dass die Düsseldorfer an ihrer Wachstumsstrategie festhalten: Nur mit Zukäufen und hohen Investitionen können deutsche Unternehmen global weiter führen – das sichert auch Jobs in der Heimat.

Was ist davon zu halten, wenn Henkel eine Übernahme von Wella anscheinend ernsthaft prüft? Erstens ist zu loben, dass die Düsseldorfer an ihrer Wachstumsstrategie festhalten: Nur mit Zukäufen und hohen Investitionen können deutsche Unternehmen global weiter führen — das sichert auch Jobs in der Heimat.

Zweitens ist es sicher sinnvoller, eine der bestehenden drei Sparten des Unternehmens zu stärken, als neue Geschäfte aufzubauen — und da lässt sich schwer leugnen, dass die Marken von Wella exzellent zum Haarpflegegeschäft von Henkel im Rahmen der Körperpflegesparte passen. Wella und der Henkel-Ableger Schwarzkopf könnten sich ergänzen — es hat schon seinen Grund, dass Henkel Wella bereits 2003 kaufen wollte.

Würde ein Kaufpreis von 6,5 Milliarden Euro Henkel überfordern? Gemach: 4,5 Milliarden Euro lassen sich ohne Gefährdung des Bankenratings sofort mobilisieren, die restliche Summe lässt sich mit Aktien zahlen. Trotzdem muss der Vorstand nüchtern rechnen: Reine Prestigekäufe sind gefährlich, Akquisitionen, die sich auf Dauer rechnen, sind klug.