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Henkel: Düsseldorfer Konzern erwartet schwaches Geschäftsjahr 2020

Persil-Konzern : Gegenwind für Henkel – „gezielte Maßnahmen“ angekündigt

Ein schwaches Geschäft 2020 erwartet der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel. Jetzt will der neue Vorstandschef Carsten Knobel die Zügel anziehen. Eine komplett neue Strategie gibt es nicht. Das Unternehmen soll schneller werden.

Während die Corona-Krise die Welt in Atem hält, erwartet der Düsseldorfer Dax-Konzern Henkel 2020 weiterhin schwache Geschäfte. Der Umsatz wird bestenfalls um zwei Prozent steigen, möglicherweise auch nur um null Prozent. Dies hatte der Vorstand schon im Dezember angekündigt.

Trotz dieses Gegenwindes kündigt der seit 1. Januar amtierende neue Vorstandschef Carsten Knobel an, dass er weiterhin ein operatives Ergebnis von rund 15 Prozent des Umsatzes erreichen wolle (bereinigte Ebit-Marge). Das bereinigte Ergebnis je Aktie könne wie bereits im Dezember angekündigt um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentwert zurückgehen, auch weil der Konzern viel Geld in Marketing steckt.

Knobel kündigt in der schriftlichen Vorlage an, er wolle nun „gezielte Maßnahmen“ ergreifen, um „unser Wachstumspotenzial und die Möglichkeiten zur Verbesserung der finanziellen Performance zukünftig voll auszuschöpfen“. Er will in der Konferenz für Journalisten und Finanzanalysten einen „neuen strategischen Rahmen“ vorstellen, wie sich das Unternehmen entwickeln soll. Das Unternehmen solle seine Wettbewerbsvorteile „in den Bereichen Innovationen, Nachhaltigkeit und Digitalisierung“ betonen. Auch „Gestaltungsräume für die Mitarbeiter“ sollten im Mittelpunkt der Strategie stehen. Der Konzern soll also beweglicher, agiler werden.

Ein längerer Bericht über die um 10 Uhr beginnende Konferenz für Journalisten und Analysten wird folgen. Knobel hatte sie anfangs in London geplant, um sich dort den angelsächsischen Analysten auch vorzustellen. Wegen der Corona-Krise ist es nun eine Video-Konferenz geworden.

In einer ersten Version des Textes stand, dass Henkel die Umsatzprognose senkt. Richtig ist, dass das Unternehmen bei der vorsichtigen Prognose aus dem Dezember bleibt.