Hauptstadtflughafen: Lufthansa-Vorstand Dirks prognostiziert Neubau des BER

Hauptstadtflughafen: Lufthansa-Vorstand prognostiziert Neubau des BER

Während der neue Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer trotz des schweren Imageschadens auf die Fertigstellung des Hauptstadtflughafens BER setzt, hat ein Vorstand der Lufthansa geäußert, dass er an einen Neubau glaubt.

"Meine Prognose ist: Das Ding wird abgerissen und neu gebaut", zitierte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" Lufthansa-Vorstand Thorsten Dirks, der auf einem Managerkongress auf die diversen Schwierigkeiten infolge der Bauverzögerungen hingewiesen habe.

Demnach ist die Ausstattung der Lufthansa in dem Hauptstadtflughafen inzwischen überholt. "Es war ja alles fertig zum ersten Eröffnungstermin, unsere Schalter, das Mobiliar", sagte Dirks dem Bericht zufolge. Inzwischen hat die größte deutsche Airline aber ihr Kranich-Logo überarbeitet und auch die Farben im Markenauftritt haben sich geändert. "Das müssen wir alles umbauen", beklagte Dirks laut "FAS".

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Dagegen sagte Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU) der "Bild"-Zeitung: "Leider ist das Label BER inzwischen so beschädigt, dass es international nur noch für Belustigung sorgt." Da helfe aber auch kein neuer Name, sondern nur "ein Eröffnungstermin, der eingehalten wird".

Einen Abriss und Neubau des BER schloss Scheuer aus. Das Projekt solle erfolgreich abgeschlossen werden. Die wegen zahlreicher technischer Mängel um Jahre verzögerte Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens ist derzeit für Oktober 2020 geplant. Allerdings ist schon jetzt abzusehen, dass die Kapazität des Flughafens nicht ausreicht, um das erwartete Passagieraufkommen zu bewältigen.

(felt)
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