Haniel-Chef Stephan Gemkow hält an Handelsriese Metro fest

Metro-Großaktionär: Haniel-Chef Gemkow hält an Metro fest

Der Metro-Großaktionär Haniel will seiner wichtigsten Beteiligung weiter die Treue halten. Nachdem der Kurs der Metro-Aktie unter der Russland-Krise gelitten habe, habe sich laut Haniel-Chef Stephan Gemkow der Handelsriesen Metro wieder gut erholt.

"Wir denken, dass die Metro auf gutem Weg ist, und daran wollen wir weiter partizipieren", sagte Haniel-Chef Stephan Gemkow am Montag bei der Bilanzvorlage des Duisburger Mischkonzerns. Der Kurs der Metro-Aktie habe erheblich unter der Russland-Krise gelitten, sich aber inzwischen wieder erholt: "Von Jahresbeginn bis heute sehen wir eine Wertsteigerung von 50 Prozent, und das macht uns eine Menge Spaß."

Der Metro-Vorstand sei aus Sicht von Haniel auf dem richtigen Weg. Der Konzern werde sich daher weiter gut entwickeln, sagte Gemkow. Metro hält rund 30 Prozent an dem Handelskonzern, der aber weiterhin im Umbau steckt und zudem unter der Krise in Russland und der Ukraine leidet. Daher konnte Haniel auch von der Metro für das vergangene Geschäftsjahr keine Dividende einstreichen.

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Haniel will unterdessen die Erlöse aus dem Verkauf des Pharmagroßhändlers Celesio für Übernahmen nutzen. Der Spielraum für Zukäufe belaufe sich auf gut eine Milliarde Euro, hieß es. Bei der Suche nach Kandidaten kommt Haniel nach eigener Aussage gut voran. Im Blick habe man gut positionierte, mittelständische Unternehmen, die in Nischenmärkten unterwegs und nicht börsennotiert sind.

(dpa)