Insolvenzwelle wegen hoher Energiekosten Das große Firmen-Sterben

Analyse | Düsseldorf · Robert Habeck sorgt mit Aussagen zu Insolvenzen für Empörung. Klar ist: Die Corona-Krise hat Reserven aufgezehrt, zu Lieferengpässen und Strukturkrisen kommt der Energiekrieg hinzu. Das gibt vielen Betrieben den Rest.

Der Schriftzug "Wir Schliessen" steht hinter einem Rollgitter an einem geschlossenen Geschäft.

Der Schriftzug "Wir Schliessen" steht hinter einem Rollgitter an einem geschlossenen Geschäft.

Foto: dpa/Martin Gerten

Für Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ist die Lage noch überschaubar: Er rechne nicht mit einer Insolvenzwelle, könne sich aber vorstellen, „dass bestimmte Branchen einfach erst mal aufhören zu produzieren“, sagte Habeck am Dienstag in der Sendung „Maischberger“. Bäckereien, Bioläden „hören vielleicht auf zu verkaufen, aber dann sind die nicht automatisch insolvent“, so der promovierte Literaturwissenschaftler. Auf die Nachfrage von Moderatorin Sandra Maischberger, warum man nicht insolvent werde, wenn man zwei Monate aufhöre zu verkaufen, sagte der Minister: „Ich weise darauf hin, dass es nicht automatisch eine Insolvenzwelle geben muss. Es kann sein, dass sich bestimmte Geschäfte nicht mehr rentieren und die dann eingestellt werden. Vielleicht werden sie später wieder aufgenommen, das kann ja sein, das ist ja dann keine klassische Insolvenz.“