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Atomausstieg: Handwerk fordert Strompreisbremse

Atomausstieg : Handwerk fordert Strompreisbremse

Handwerkspräsident Otto Kentzler fordert schnelle Schritte zur Begrenzung der Strompreise. "Wir können nicht warten, bis der Wahlkampf beendet ist", sagte Kentzler den Zeitungen der "WAZ"-Gruppe vom Samstag. "Die steigenden Strompreise belasten viele Handwerksbetriebe, ich denke insbesondere an Textilreiniger und Bäckereien, die viel Energie verbrauchen", fügte er hinzu.

Die Länder sollten "endlich mitziehen" und den Vorschlag der Bundesminister für Umwelt und Wirtschaft, Peter Altmaier (CDU) und Philipp Rösler (FDP), unterstützen, sagte Kentzler. "Der Bundesrat sollte in dieser Frage nicht als Blockadeinstrument missbraucht werden, auch NRW ist dabei in der Verantwortung", ergänzte er. Es dürfe nicht sein, "dass gerade kleinere und mittlere Betriebe die Kosten für den Atomausstieg zahlen sollen, während große Unternehmen entlastet werden". Alle müssten sich hinreichend an den Kosten beteiligen.

Altmaier und Rösler hatten sich am Donnerstag auf eine gemeinsame Linie bei der Strompreisbegrenzung geeinigt. Geplant sind ein Einfrieren der Ökostromumlage, weniger Ausnahmen für Unternehmen, weniger Förderung für neue Anlagen und ein sogenannter Soli für Altanlagen. Die von den Verbrauchern gezahlte Ökostromumlage soll bis Ende 2014 eingefroren werden. Derzeit beträgt sie 5,277 Cent. Für die Folgejahre ist laut Rösler eine "moderate" Steigerung von 2,5 Prozent vorgesehen.

(AFP)