1. Wirtschaft
  2. Unternehmen

„Handelsblatt“-Bericht: Modemarke Bench schließt alle deutschen Filialen

„Handelsblatt“-Bericht : Modemarke Bench schließt alle deutschen Filialen

Anfang Mai hatte der britische Mutterkonzern des Jugendlabels Bench Insolvenz angemeldet. Nun sollen alle Filialen in Deutschland geschlossen werden.

Die Modemarke Bench schließt spätestens Mitte August 14 Läden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Das teilte Insolvenzverwalter Rolf Pohlmann am Montag mit, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Demnach werde 100 Mitarbeitern noch in dieser Woche gekündigt.

Dem Bericht zufolge habe der neue Markeninhaber kein Interesse am Filialnetz des Unternehmens. Anfang Juli hatte die US-Investmentfirma Gordon Brothers die Markenrechte übernommen. Die Eigentümer hätten auf die Vorschläge zur Weiterführung der Läden nicht reagiert, sagte Insolvenzverwalter Pohlmann laut „Handelsblatt“.

Der britische Mutterkonzern Bench Limited hatte im Mai Insolvenz angemeldet. Hintergrund dieses Schritts sei unter anderem die Abwertung des britischen Pfunds nach dem Brexit. Das Jugendlabel hat seine Ursprünge in England, wurde in den vergangenen Jahren aber von München aus geführt. Bench etablierte sich vor allem durch Freizeitmode für junge Erwachsene. Nach Angaben des „Handelsblatts“ beschäftigte das Modeunternehmen bis zu seiner Insolvenz in Deutschland 170 Mitarbeiter in zwölf Geschäften.

(mba)