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Nach Einigung im Elbphilharmonie-Bau: Hamburg stellt Vertrag mit Hochtief ins Netz

Nach Einigung im Elbphilharmonie-Bau : Hamburg stellt Vertrag mit Hochtief ins Netz

Trotz der Einigung mit Hochtief wird der Weiterbau der Elbphilharmonie nach Ansicht von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) nicht leicht werden. Im Internet sind die neuen Vereinbarungen nun öffentlich einsehbar.

"Bei der Komplexität dieses Projektes sollte niemand glauben, dass die Fertigstellung des Konzerthauses ein Spaziergang wird", sagte er am Freitag in der Hansestadt. "Es werden auch in den kommenden Jahren noch Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen sein."

Neben den Arbeiten auf der Baustelle gehe es dabei auch um die Frage, wie man verlorenes Vertrauen zurückgewinnen könne. "Mit der frühzeitigen Veröffentlichung des Vertragsentwurfes und einer neuen Transparenz wollen wir dieses Ziel erreichen", sagte Scholz. Das Verhandlungsergebnis sei eine gute Grundlage für die künftige Zusammenarbeit aller Beteiligten. Hamburg und Hochtief hatten sich jahrelang um Kostensteigerungen und Zeitverzögerungen bei dem Prestigeprojekt gestritten.

Zudem hat die Stadt Hamburg ihren Vertrag mit dem Konzern Hochtief zum gemeinsamen Weiterbau der Elbphilharmonie im Internet veröffentlicht. Unter www.hamburg.de/kulturbehoerde ist die Vereinbarung nun für jeden einsehbar. "Es ist verhandelt, und es ist allen zu danken, die in harter Arbeit erkennbare und Mut machende Fortschritte erzielt haben", sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) am Freitag.

Der Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass Hochtief bis zum 30. Juni 2016 den Konzertbereich der Elbphilharmonie an die Stadt übergibt und die Gesamtabnahme bis zum 30. Oktober 2016 garantiert. Zudem übernimmt Hochtief sämtliche Planungs- und Baurisiken. Hamburg und der Essener Baukonzern hatten sich jahrelang um Kostenexplosionen, Stillstand und Zeitverzögerungen auf Hamburgs berühmtester Baustelle gestritten. Am Freitagmorgen hatte der Senat schließlich verkündet, eine vertragliche Neuordnung des Projektes mit Hochtief sei gelungen.

(dpa/felt)