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Druck auf Bundesregierung: Hamburg prüft Alternativen zur Bahn

Druck auf Bundesregierung : Hamburg prüft Alternativen zur Bahn

Hamburg (rpo). Die Stadt Hamburg verhandelt neben der Deutschen Bahn mit weiteren Interessenten über einen Verkauf von Anteilen am Hafenterminalbetreiber HHLA. Damit erhöht die Hansestadt den Druck gegenüber der Bundesregierung.

"Wir sprechen auch mit Finanzinvestoren über einen Einstieg beim Hafen; Exklusivität haben wir mit der Bahn nicht vereinbart", sagte Finanzsenator Wolfgang Peiner der "Financial Times Deutschland". Die Bahn habe aber Vorrang.

Hamburg und die Bahn wollen ein Paketgeschäft durchsetzen: Der Konzern verlegt seine Zentrale von Berlin nach Hamburg, im Gegenzug gibt die Stadt Anteile an HHLA und dem Nahverkehrsunternehmen HHA an die Bahn ab. Die Regierung, die bei dem Staatskonzern in der Standortfrage das letzte Wort hat, hatte diese Woche dem Umzug eine Absage erteilt. Er sei strukturpolitisch nicht akzeptabel.

Dem Einstieg internationaler Hafenbetreiber bei der HHLA erteilte Peiner eine Absage: "Mit Wettbewerbern, die den Hamburger Hafen gegen andere ausspielen könnten, sprechen wir nicht." Branchenkenner gehen davon aus, dass diese Lösung der Stadt das meiste Geld in die Kasse spülen würde. Unternehmen wie Hutchison Whampoa aus Hongkong oder DP World aus Dubai gelten als sehr finanzkräftig.

(ap)