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Deutsche Bahn: Halten sich Lokführer an Streik-Verbot?

Deutsche Bahn : Halten sich Lokführer an Streik-Verbot?

Berlin (RPO). Die Deutsche Bahn hat gegen die Gewerkschaft der Lokführer (GdL) eine einstweilige Verfügung erreicht. Heute entscheidet das Arbeitsgericht Mainz, ob die Lokführer wirklich nicht streiken dürfen. Ob sich die GdL tatsächlich an die Verbote hält, ist nicht klar.

Die Bahn rechnet nach Angaben von ihrer Homepage zumindest heute mit keinen erheblichen Behinderungen im Berufsverkehr. Der Vorsitzende GDL-Bezirk Mitteldeutschland, Hartmut Schaefer, hatte hingegen gestern gegenüber dem MDR erklärt: "Uns hat zum Zeitpunkt keine einstweilige Verfügung mit Rechtskraft erreicht, demzufolge werden wir unseren Streik morgen von acht bis elf Uhr durchführen."

Die Anträge der Bahn richten sich gegen Streikaktionen der Gewerkschaft der Lokführer in den Bereichen Bundesweiter Regionalverkehr, Schienengüterverkehr und Fernverkehr, wie das Unternehmen mitteilte.

Die GDL hat ihre 30.000 Lokführer und Zugbegleiter für heute zu flächendeckenden Warnstreiks aufgerufen, um ihrer Forderung nach einem eigenen Tarifvertrag Nachdruck zu verleihen.

Bereits gestern hatte das Arbeitsgericht Düsseldorf der GDL untersagt, Mitarbeiter im Regionalverkehr der Bahn in Nordrhein-Westfalen bis einschließlich Freitag zu Streiks aufzurufen.

Die GDL will einen eigenen Spartentarifvertrag mit Gehaltsanhebungen von bis zu 31 Prozent durchsetzen, was die Bahn strikt ablehnt.

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