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Tarifrunde: Gespräche zwischen Deutscher Bahn und EVG laufen gut

Tarifrunde : Gespräche zwischen Deutscher Bahn und EVG laufen gut

In den Tarifgesprächen zwischen der Deutschen Bahn und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sind Fortschritte erzielt worden. Man sei aufeinander zugegangen, betonten Vertreter beider Seiten. Auch der Streit der Bahn mit der Lokführergewerkschaft GDL war Thema.

"Wir sind im Sinne aller Mitarbeiter einen guten Schritt vorangekommen, auch wenn noch wesentliche Punkte offen sind", erklärte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber am Mittwochabend. Auch die EVG sprach von einer "deutlichen Annäherung".

Die EVG fordert unter anderem sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber ein Plus von 150 Euro im Monat. Eine Rolle spielt in den Tarifverhandlungen aber auch der Machtkampf mit der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL). Es geht um die Frage, wer für welche Mitarbeitergruppe die Verhandlungen mit der Bahn führen darf.

"Wir halten an unserem Ziel fest, unterschiedliche Tarifverträge für ein und dieselbe Berufsgruppe zu vermeiden", erklärte Bahn-Vorstand Weber nach den sechsstündigen Gesprächen mit der EVG. Die Gewerkschaft betonte, sie wolle den derzeit für Lokführer geltenden Tarifvertrag in ihr Tarifsystem übernehmen. Die EVG habe einen Vorschlag gemacht, der "nicht zwangsläufig" zu Tarifkonkurrenz führe, erklärte Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. Es müssten aber noch "zahlreiche Detailfragen" geklärt werden.

Die EVG hatte der GDL am Montag vorgeschlagen, die Frage der Verhandlungsführung anhand einer notariellen Prüfung der Mitgliederzahlen klären zu lassen. Die GDL wies dies zurück. Die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der EVG sollen am 21. November fortgesetzt werden. Zu möglichen neuen Gesprächen zwischen dem Konzern und der GDL wurde zunächst nichts bekannt.

(AFP)