GDL-Streik Bahn will erneut jeden fünften Fernzug fahren lassen

Berlin · Wie viele Züge fahren, ist von Region zu Region unterschiedlich. Im Raum München werde es beispielsweise aufgrund des Schneechaos nicht klappen.

 Die Bahn möchte trotz des GDL-Streiks jeden fünften Fernzug fahren lassen. (Symbolbild)

Die Bahn möchte trotz des GDL-Streiks jeden fünften Fernzug fahren lassen. (Symbolbild)

Foto: AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV

Die Deutsche Bahn will während des Warnstreiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ab diesem Donnerstagabend erneut rund 20 Prozent des Fernverkehrs aufrechterhalten. „Das wird im Raum München noch nicht wirklich klappen“, sagte Bahnsprecher Achim Stauß am Donnerstagmorgen in Berlin mit Blick auf das Schneechaos in Bayern. „Aber insgesamt ist das unser Ziel.“ Im Regionalverkehr erwarte die Bahn aufgrund des Warnstreiks große Unterschiede je nach Region. In Bayern werde der Verkehr aufgrund der Witterung weitgehend zum Erliegen kommen. Anderswo sei das nicht der Fall, betonte Stauß.

Im Güterverkehr gebe es aufgrund des Wintereinbruchs im Süden Deutschlands bereits jetzt einen Stau von mehreren hundert Zügen. Der Warnstreik werde die Situation weiter verschärfen, hieß es. Auswirkungen würden auch über das Wochenende hinaus zu spüren sein.

Die Bahn empfiehlt ihren Fahrgästen erneut, Reisen zu verschieben oder auf Fahrten am Donnerstag und Freitag zu verzichten.

Die GDL hatte am Mittwochabend zum zweiten Warnstreik im laufenden Tarifkonflikt mit der Bahn und dem Wettbewerber Transdev aufgerufen. Im Personenverkehr soll es am Donnerstagabend um 22.00 Uhr losgehen, im Güterverkehr bereits um 18.00 Uhr. Am Freitagabend um 22.00 Uhr soll der Warnstreik enden.

GDL-Chef Claus Weselsky hatte am Mittwochabend angekündigt, dass es der letzte Warnstreik in diesem Jahr sein soll. Bis einschließlich 7. Januar solle es keine weiteren Arbeitskämpfe geben, sagte er bei MDR-aktuell. Die Gewerkschaft lässt derzeit per Urabstimmung ihre Mitglieder über unbefristete Streiks abstimmen. Das Ergebnis wird für den 19. Dezember erwartet.

(albo/dpa)
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