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G36: Heckler & Koch will Sachmängel vor Gericht ausräumen

Streit über Sturmgewehr G36 : Heckler & Koch will Sachmängel vor Gericht ausräumen

Der Streit über angebliche Mängel beim Sturmgewehr G36 hat ein juristisches Nachspiel. Der Hersteller Heckler & Koch kündigte am Freitagabend an, eine Klage beim Landgericht Koblenz einzureichen.

"Ziel ist es, gerichtlich verbindlich feststellen zu lassen, dass die behaupteten Sachmängel nicht bestehen", hieß es in der Mitteilung. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte im April angekündigt, dass das G36 in seiner aktuellen Bauart keine Zukunft bei der Bundeswehr hat. Ein Untersuchungsbericht hatte der Standardwaffe mangelnde Präzision bei hohen Temperaturen und im heißgeschossenen Zustand bescheinigt.

Die Bundeswehr hat seit den 90er Jahren knapp 180.000 Exemplare von Heckler & Koch gekauft, das trotz der seit Jahren erhobenen Vorwürfe in der Truppe sehr beliebt ist. Ein Sprecher des Verteidigungsressorts sagte am Samstag, das Ministerium habe die Ankündigung zur Kenntnis genommen. Eine weitere Stellungnahme gab er nicht ab.

(REU)