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Nach Insolvenzanmeldung: Für Märklin gibt es offenbar viele Interessenten

Nach Insolvenzanmeldung : Für Märklin gibt es offenbar viele Interessenten

Düsseldorf (RPO). An dem traditionsreichen insolventen Modelleisenbahn-Hersteller Märklin sind offenbar viele Unternehmen interessiert. Medienberichten zufolge gibt es viele Anfragen. Doch die komplizierte Struktur des Unternehmens aus Göppingen könnte Schwierigkeiten beim Verkauf bereiten.

"Wir haben Berge von Anfragen", hieß es auf Anfrage des "Handelsblatts" aus dem Büro des Insolvenzverwalters Michael Pluta. In den wenigen Tagen seit dem in der vergangenen Woche gestellten Insolvenzantrag hätten sich mehrere Dutzend Interessenten gemeldet.

Firmenkenner allerdings rechnen dem Bericht zufolge mit Schwierigkeiten beim Verkauf von Märklin. Diese Annahme begründeten sie mit der komplizierten Struktur des Unternehmens. In der vergangenen Woche hätten nur die deutschen Gesellschaften Insolvenz angemeldet. Die ungarische Märklin-Firma, in dem der Großteil der Produktion laufe, sei nicht betroffen gewesen. Außerdem existiert nach Angaben des Blattes eine Gesellschaft namens Adler Toys, die als Muttergesellschaft für die Märklin-Firmen fungiert. Auch diese sei nicht insolvent.

Wo die entscheidenden Markenrechte für Märklin aufgehängt sind, ist nach Angaben des Blattes unklar. Diese Rechte seien jedoch als Sicherheit bei Banken hinterlegt, sagte ein Märklin-Sprecher.

Hoffnung auf der Spielwarenmesse

Währenddessen ging die 60. Spielwarenmesse in Nürnberg zu Ende. Das Fazit der Verantwortlichen und der Blick in die Zukunft fiel positiv aus. "Wir werden 2009 die Umsätze steigern", prognostizierte der Geschäftsführer des Deutschen Verbands der Spielwaren-Industrie, Volker Schmid.

Die positive Messestimmung habe auch dem insolventen Modelleisenbahn-Hersteller Märklin genutzt: Aus Gesprächen mit Händlern weiß ich, dass sie dort geordert haben", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels, Willy Fischel. Er gehe daher davon aus, dass dies das "Happy End" für das Traditionsunternehmen sein könne, das einen Tag vor Beginn der diesjährigen Messe Insolvenz angemeldet hatte.

(DDP)