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Portugiesische Krisenbank: Führungswechsel bei Espírito Santo

Portugiesische Krisenbank : Führungswechsel bei Espírito Santo

Die angeschlagene portugiesische Privatbank Banco Espírito Santo hat seit Montag ein neues Management. Ziel des Wechsels ist es, die aufgebrachten Märkte zu beruhigen.

Der Wirtschaftswissenschaftler Vitor Bento übernahm die Führung der Bank, der bisherige Chef der staatlichen Schuldenagentur, Joao Moreira Rato, ist nun Finanzchef. Seit dem 19. Jahrhundert hatte die wohlhabende und mächtige Familie Espírito Santo das Sagen bei der Bank gehabt.

Eingefädelt hatte den Führungswechsel die portugiesische Zentralbank.
Ziel ist eine Beruhigung der Märkte, die sich zuletzt wegen der hohen Verschuldung der größten portugiesischen Privatbank nervös gezeigt hatten. Deren Aktien fielen allerdings am Montag weiter, allein am Vormittag um mehr als acht Prozent. Andere Börsenwerte erholten sich dagegen.

Noch am Freitag hatte sich die Krisenbank bemüht, die Sorgen mit dem Hinweis zu entkräften, sie habe Rücklagen von 2,1 Milliarden Euro.

Das sei genug, um mögliche Probleme anderer Firmen aus der Espírito-Santo-Gruppe abzufedern.

(ap)