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Fiesta-Produktion in Köln: Ford-Werke-Chef sieht gute Chancen

Fiesta-Produktion in Köln : Ford-Werke-Chef sieht gute Chancen

Der Chef der Ford -Werke in Köln hat sich zuversichtlich gezeigt, dass der Kleinwagen Fiesta weiter im Rheinland gebaut wird. "Die Gespräche laufen gut", sagte Bernhard Mattes der "Wirtschaftswoche".

"Im Laufe des Jahres wollen wir zu einem Abschluss kommen." Zurzeit ist noch ungewiss, ob die neue Version des Fiestas nach dem Modellwechsel 2016 weiter in Köln gebaut wird. Im Werk in Köln-Niehl arbeiten 4100 Menschen. Allerdings müsse die Produktion billiger werden, um Mehrkosten durch höhere Emissionsgrenzwerte auffangen zu können, stellte Mattes klar.

"Denn der höhere Aufwand pro Fahrzeug lässt sich wegen des scharfen Wettbewerbs nicht einfach an den Kunden weitergeben." Er wolle die Produktion nicht in Billiglohnländer wie Rumänien verlagern. "Wir führen die Gespräche mit dem Betriebsrat mit dem Ziel, den Fiesta zu wettbewerbsfähigen Konditionen am Standort Köln zu produzieren."

Im rumänischen Craiova betreibt Ford ein Werk, das allerdings nur schwach ausgelastet ist. Vor rund einem Monat hatte der Betriebsratchef der Kölner Ford-Werke, Martin Henning, in einem Interview der "Automobilwoche" klargemacht, dass ein Lohnverzicht nicht infrage komme.

Wie bei der General-Motors -Tochter Opel ist Europa für Ford weltweit die Region mit den größten Problemen, da der Markt als gesättigt gilt. Die Werke sind wegen der Flaute kaum ausgelastet. Ford hatte ein Sparprogramm aufgelegt, um bis zur Mitte des Jahrzehnts in Europa wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Tausende Arbeitsplätze fallen weg, drei Werke in Belgien und Großbritannien werden geschlossen.

(REU)