Flughafen Düsseldorf: Airport erwartet 2019 neuen Passagierrekord

25,5 Millionen Fluggäste : Düsseldorfer Flughafen erwartet neuen Passagierrekord

Der Flughafen Düsseldorf rechnet dieses Jahr mit 25,5 Millionen Reisenden. Damit würden rund 900.000 mehr Menschen an- oder abreisen als im bisherigen Rekordjahr 2017.

Dies sagte Airport-Chef Thomas Schnalke unserer Redaktion am Montag bei der Taufe des ersten Airbus-Jets A321neo von Lufthansa. Schnalke sagte, er rechne nächstes Jahr mit weniger Wachstum als 2019, weil sich die Konjunktur abschwäche und weil die Klimaschutzdebatte die Nachfrage etwas dämpfe.

 Ein bisschen spiegelt sich das abschwächende Wachstum auch in seiner neuen Prognose: Im Juli hatte Schnalke für 2019 noch mit 25,7 Millionen Reisenden ab und nach Düsseldorf gerechnet. 2018 gab es wegen der Air-Berlin-Pleite nur 24,3 Millionen Passagiere.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte bei der Feier, der Konzern setze auf eine Modernisierung der Flotte wie mit der A321neo, um den Kerosinverbrauch und damit die Belastung des Klimas durch den Ausstoß von CO2 zu senken. Alleine bis 2025 würden insgesamt 40 Flugzeuge des Typs A321neo an die Lufthansa-Gruppe ausgeliefert, die jeweils rund 20 Prozent weniger Sprit verbrauchen als die bisherigen Jets für den Europa-Verkehr. Lufthansa werde in den nächsten Jahren alle zwölf Monate drei Milliarden Euro für neue Jets ausgeben und alle zwei Wochen ein neues Flugzeug in Betrieb nehmen, gab Carsten Spohr einen Ausblick.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) unterschrieb die Taufurkunde des Jets, der den Namen seiner Heimatstadt Aachen trägt. Er begrüßte, dass Lufthansa auf neue Maschinen setzt. „Das sind Milliarden für den Klimaschutz“, so Laschet. Geflogen werde sowieso „immer“. Laut Berichten würden grün eingestellte Bürger sogar „besonders viel fliegen“.

Laschet unterstützte die Forderung von Spohr, der Luftraum in Europa solle einheitlich gemanagt werden. Spohr hatte gesagt, die Luftfahrt in Europa könne zehn Prozent ihrer Emissionen sparen, wenn Jets jeweils eine direkte Route nähmen statt sich durch nationale Lufträume navigieren zu lassen.

Spohr wiederholte den Vorschlag, dass Kerosin künftig mit regenerativer Energie künstlich hergestellt wird. Weil bei diesem Verfahren massenhaft Kohlendioxid aus der Atmosphäre entnommen würde, könnte die Luftfahrt ihre Klimabilanz um rund 90 Prozent verbessern. Allerdings wären zig Milliarden Euro nötig, um die Fabriken und dazugehörigen Solar- und Windkraftwerke zu bauen.

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