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Fahrdienst Uber baut Angebot in Frankfurt und München um

Fahrdienst : Uber baut Angebot in Frankfurt und München um

Der umstrittene Fahrdienst Uber Pop zieht die Konsequenzen aus einem Gerichtsurteil. Ab sofort senke Uber Pop die Preise in Frankfurt und München auf das Niveau von Mitfahrzentralen, teilte das Unternehmen am Dienstag in einem Blog-Eintrag mit.

Damit kostet eine Fahrt nun 35 Cent pro Kilometer. Während Kunden sich über niedrigere Preise freuen können, wird Uber für Fahrer unattraktiver. Es werde wahrscheinlich in den nächsten Wochen deutlich schwerer werden, eine Fahrt zu bestellen, erklärte Uber. Uber bietet eine App an, mit deren Hilfe Privatpersonen zahlungswillige Mitfahrer finden können. Dafür verlangt die Firma einen Teil des vereinbarten Tarifs.

Das Taxigewerbe läuft Sturm gegen den Konkurrenten aus Kalifornien und hatte Mitte März einen Etappensieg erzielt. Das Landgericht Frankfurt hatte entschieden, dass Uber keine Fahrten anbieten darf, bei denen der Lenker des Autos keine behördliche Genehmigung zur Beförderung von Personen hat. Uber hatte seinen Service in Frankfurt und München weiter betreiben können, da das Urteil zunächst nicht vollstreckbar war.

Der Betrieb von Uber Pop in Berlin, Düsseldorf und Hamburg gehe unverändert weiter, erklärte der Fahrdienst am Dienstag in dem Blog-Eintrag weiter. Die Dienste Uber Black und Uber Taxi sind nach Unternehmensangaben von dem Urteil nicht betroffen. Uber werde Deutschland als Markt nicht aufgeben, bekräftigte das Unternehmen. Uber wehrt sich an mehreren Fronten gegen das Gerichtsurteil. Unter anderem legte das Unternehmen bei der EU-Kommission Beschwerde ein.

(REU)