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In Frankfurt knapp über Ausgabepreis: Facebook-Aktie auf Talfahrt

In Frankfurt knapp über Ausgabepreis : Facebook-Aktie auf Talfahrt

Nach dem gefloppten Börsendebüt vom Freitag sind die in Frankfurt gelisteten Aktien von Facebook am Montag auf Talfahrt gegangen. Sie rutschten auf bis zu 30,14 Euro ab und lagen damit umgerechnet nur knapp über ihrem Ausgabepreis von 38 Dollar.

An der US-Börse Nasdaq hatten die Papiere des Online-Netzwerks am Freitag bei 38,23 Dollar geschlossen.

Dabei musste Insidern zufolge Morgan Stanley, die als führende Bank Facebooks Börsengang begleitete, mit massiven Stützungskäufen verhindern, dass die Titel ins Minus rutschten.

Nach den technischen Pannen beim Börsengang von Facebook hat die US-Technologiebörse Nasdaq einem Medienbericht zufolge eine Überarbeitung ihrer Systeme für Erstemissionen angekündigt.

Dies meldete das "Wall Street Journal" am Montag unter Berufung auf Nasdaq-Vertreter, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Am Sonntag hatte Nasdaq-Chef Robert Greifeld dem Bericht zufolge in einer Telefonkonferenz mit Journalisten Probleme beim Abwickeln von Aktien-Orders eingeräumt. Er sagte demnach auch, dass es vor dem aufsehenerregenden Börsengang intensive Tests gegeben habe, ohne dass das Problem entdeckt worden sei.

Investoren und Broker waren am Freitag beim Börsengang des weltgrößten sozialen Online-Netzwerks stundenlang im Unklaren über den Stand ihrer Kauf- und Verkaufsaufträge geblieben. Die US-Börsenaufsicht leitete nach Handelsschluss eine Untersuchung der Vorgänge ein.

Nach Einschätzung von Investoren trugen die Pannen dazu bei, dass das Interesse an den Anteilsscheinen nicht so überschäumend ausfiel wie zunächst erwartet. Doch Experten verwiesen auch auf das hohe Emissionsvolumen sowie auf Zweifel am Geschäftsmodell. Die Aktie schloss nur leicht im Plus.

(REU)