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Bundeskartellamt: Ermittlungen gegen Porzellanmanufaktur Meissen

Bundeskartellamt : Ermittlungen gegen Porzellanmanufaktur Meissen

Meißen/Bonn (RPO). Das Bundeskartellamt ermittelt gegen die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen wegen illegaler Preisabsprachen und Marktaufteilungen. Behördensprecherin Jana Zacharias bestätigte am Dienstag in Bonn einen entsprechenden Medienbericht. Am vergangenen Donnerstag hatte es laut Zacharias Durchsuchungen in der Branche gegeben, darunter auch in der Porzellan-Manufaktur in Meißen.

Deutschlandweit waren davon sechs Hersteller von Haushaltsgeschirr und ein Verband betroffen. Im Einsatz waren laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung 23 Mitarbeiter des Bundeskartellamts und 17 Polizisten. Es gebe den Anfangsverdacht, dass es unter den durchsuchten Firmen zu "abgestimmten Verhaltensweisen" kam. Details könnten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden, sagte Zacharias.

Die 1710 gegründete Porzellan-Manufaktur Meissen gehört als weltbekannter Hersteller von Luxusporzellan den Angaben zufolge ebenso wie Villeroy & Boch, Rosenthal, BHS tabletop, Kahla Porzellan und die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin zu den größten Unternehmen im Verband der Keramischen Industrie.

(DDP/felt)