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Stellenabbau möglich: Eon kündigt drastisches Sparprogramm an

Stellenabbau möglich : Eon kündigt drastisches Sparprogramm an

Düsseldorf (RPO). Eon, Deutschlands größter Energiekonzern, reagiert auf die weltweite Rezession und plant ein milliardenschweres Sparprogramm. Insgesamt sollen die Kosten um 1,5 Milliarden Euro reduziert werden. Die Konzernführung schließt auch einen Abbau von Arbeitsplätzen nicht aus.

Bis 2011 sollen die Kosten reduziert werden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mit. Dazu sollen unter anderem die Produktivität erhöht, Doppelstrukturen abgebaut und Abläufe optimiert werden.

Bei dem "Perform-to-Win"-Programm seien "Auswirkungen auf die Beschäftigung nicht auszuschließen". Dazu zählten die Ausgliederung von Leistungen sowie im begrenzten Fall Personalkürzungen. Weltweit beschäftigt der Konzern rund 88.000 Menschen.

Das Programm soll dazu beitragen, die "ehrgeizigen Ziele trotz Finanz- und Wirtschaftskrise" zu erreichen, sagte Eon-Chef Wulf Bernotat, der das Programm bereits am Wochenende angekündigt hatte. Nach einer Phase der Expansion würde sich nun auf die "innere Stärkung und Leistungsfähigkeit des Unternehmens" konzentriert. Umfeld und Märkte seien schwieriger geworden durch härteren Wettbewerb und staatliche sowie regulatorische Eingriffe.

Zugleich gab Eon bekannt für 2008 Wertabschreibungen im Gesamtvolumen von etwa 3,3 Milliarden Euro vorzunehmen. Dabei handelt es sich um Goodwill-Abschreibungen von 1,5 Milliarden Euro in den USA sowie von rund 1,8 Milliarden Euro in Italien, Spanien und Frankreich.

Auswirkungen auf das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sollen die Wertberichtigungen aber nicht haben. Dies dürfte nach vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr um sieben bis acht Prozent über dem Ergebnis des Vergleichszeitraums liegen. In gleicher Größenordnung soll auch der Konzernüberschuss gestiegen sein.

(DDP)