Stellenabbau bei Energiekonzern: Eon bietet großzügige Sozialpläne an

Stellenabbau bei Energiekonzern : Eon bietet großzügige Sozialpläne an

(RP). Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon treibt den geplanten Stellenabbau voran. Am Dienstag nahmen Eon-Chef Johannes Teyssen und Personalvorstand Regine Stachelhaus an einer Bundesfachausschuss-Sitzung der Gewerkschaft Verdi teil. Stachelhaus kündigte dabei Grundprinzipien des geplanten Abbaus von bis zu 11.000 Stellen an, wie unsere Redaktion aus Konzernkreisen erfuhr.

Sie betonte, dass bisherige personalpolitische Instrumente wie Frühpensionierungen oder konzerninterne Versetzungen nicht ausreichen werden, um das Einsparziel zu erreichen. Eon wolle aber helfen, dass die Mitarbeiter neue Arbeit fänden.

"Den Zugang zum externen Arbeitsmarkt kann sicher eine Transfergesellschaft ermöglichen", so Stachelhaus. Zugleich versprach sie, dass "Eon für eine angemessene und ausgewogene Dotierung der Sozialpläne sorgen und sich seiner sozialen Verantwortung stellen" werde.

Weiter offen ist, an welchen Eon-Standorten wie viele Stellen wegfallen werden. Damit soll sich der Aufsichtsrat spätestens im November befassen. Stachelhaus sagte den Gewerkschaftsvertretern aber zu, dass für die einzelnen Mitarbeiter schnell Klarheit geschaffen werden soll. Um den Raum für Spekulationen zu begrenzen, sollen die Mitarbeiter auch über Zwischenstände informiert werden.

Zudem kündigte Stachelhaus an, dass die Ausbildung nicht unter dem Abbauprogramm leiden soll. "Der Vorstand hat entschieden, an der hohen Ausbildungsquote festzuhalten." Derzeit machen die Azubis sieben Prozent der Eon-Belegschaft aus, das liegt deutlich über dem Durchschnitt in der deutschen Wirtschaft. Auch wolle sich Eon nicht aus einer Ausbildungsinitiative für schwer vermittelbare Jugendliche zurückziehen, so Stachelhaus.

Zuvor hatte Konzern-Chef Teyssen die weiterhin schwierige wirtschaftliche Lage des Konzerns erläutert, die sich auch durch einen möglichen Erfolg der Klage gegen die Brennelemente-Steuer nicht wesentlich verbessert habe. Um die Zukunft von Eon zu sichern, sei daher schnelles Handeln nötig, mahnte Teyssen.

Der Eon-Sprecher bestätiget das Treffen. Zu konkreten Umbauplänen wollte er sich aber nicht äußern. Diese sollten erst dann kommuniziert werden, wenn Entscheidungen gefallen seien.

Hier geht es zur Infostrecke: Das ist der Eon-Konzern

(RP)