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AKW-Laufzeiten: Energieriesen bieten Regierung 30 Milliarden

AKW-Laufzeiten : Energieriesen bieten Regierung 30 Milliarden

Berlin (RP). Die vier großen Energiekonzerne Eon, RWE, Energie Baden-Württemberg und Vattenfall bieten der Bundesregierung einen zweistelligen Milliardenbetrag an. Im Gespräch seien bis zu 30 Milliarden Euro, die der Bund bereits in den kommenden Jahren erhalten könne. Das erfuhr unsere Redaktion aus Branchenkreisen.

Im Gegenzug soll die Regierung die Laufzeiten der Atomkraftwerke (AKW) deutlich verlängern und auf eine Brennelemente-Steuer verzichten.

Mit der Steuer will die Regierung einen Teil der Zusatzgewinne abschöpfen, die entstehen, wenn die AKW-Laufzeiten verlängert werden. Die Branche will die Steuer aber verhindern, weil sie befürchtet, sie könnte von einer neuen Regierung beliebig erhöht werden. Stattdessen verhandelt sie mit dem Bund über einen Vertrag.

Die Summe von 30 Milliarden Euro sei bei einer Laufzeitverlängerung von mindestens zehn Jahren "nicht aus der Welt", hieß es in den Kreisen. Das Geld könne schon in den nächsten Jahren überwiesen werden: Man biete eine so genannte Bond-Lösung an. Demnach würden die Konzerne Anleihen auf die zu erwartenden Zusatzgewinne begeben, die von der Staatsbank KfW abgesichert werden könnten.

(RP)