DUH: Goldener Geier 2019 geht an Nestlé für Vittel Einweg-Plastikflaschen

Umwelthilfe überreicht Negativpreis : Goldener Geier 2019 geht an Nestlé für Vittel-Plastikflaschen

Über diese Auszeichnung wird sich der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestle sicherlich nicht freuen: Die Deutsche Umwelthilfe hat dem Unternehmen den Negativpreis "Goldener Geier" überreicht.

Damit wurde erstmals ein Unternehmen von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) mit dem Negativpreis "Goldener Geier" ausgezeichnet. Über 20.000 Verbraucherinnen und Verbraucher haben laut DUH bei der Wahl für den "Goldenen Geier" abgestimmt. Von insgesamt sechs nominierten Plastikverpackungen wurde das aus Frankreich importierte und mehrfach in Einweg-Kunststoff verpackte Mineralwasser Vittel von Nestlé zur unsinnigsten Verpackung des Jahres gewählt.

Wie die DUH mitteilte, blieb der Vorstandschef Marc-Aurel Boersch der Übergabe des "Goldenen Geiers" vor der Konzernzentrale von Nestlé in Frankfurt/Main fern und schickte dafür Marc Honold, Geschäftsführer von Nestlé Waters Deutschland vor.

Bei der Abstimmung zum Goldenen Geier wurden die sechs nominierten Produkte mit folgenden Ergebnissen gewählt:

- In einer Plastikschale mit Foliendeckel verpackte Melonenstücke, Rewe (ca.19 Prozent abgegebene Stimmen)

- Französisches Mineralwasser der Marke Vittel in 0,33l Einweg-Plastikflaschen im 8er Pack mit Folie umwickelt, Nestlé (ca. 21 Prozent)

- Gartenkräuter in überdimensionierter Plastikschale im Foliensack, Edeka (ca. 10 Prozent)

- Ein einzelnes in Hartplastik verpacktes Kuchenstück, Lidl (ca. 13Prozent)

- Tüte in der Tüte - kleine Gummibärentütchen aus Plastik in einer großen Tüte, Haribo (ca. 19 Prozent)

- Finish Maschinenpflegetabs in einer halbleeren XXL-Hartplastikbox, Reckitt Benckiser (ca. 18 Prozent)

(felt)
Mehr von RP ONLINE