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Nach Pannen-Serie und Flugverbot: Dreamliner-Batteriehersteller wird geprüft

Nach Pannen-Serie und Flugverbot : Dreamliner-Batteriehersteller wird geprüft

Nach der Pannenserie mit Boeings Flaggschiff Dreamliner nehmen Japans Behörden den heimischen Batterieherstellergenauer unter die Lupe. Auch in den USA werden die Untersuchungen zur Pannenursache ausgeweitet.

Wie japanische Medien am Montag meldeten, suchten die Ermittler gemeinsam mit US-Kollegen die Büros der Firma GS Yuasa auf. Das in Kyoto ansässige Unternehmen liefert die Lithium-Ion-Batterien für den Langstreckenflieger Dreamliner. GS Yuasa gehört zu Japans führenden Herstellern von Lithium-Ion-Batterien. Die Akkus werden seit Jahren für die Konsumelektronik eingesetzt und sind auch in Elektrofahrzeugen sowie Hybrid-Autos verbaut.

Allerdings sorgen die Batterien mitunter durch ihre Feuergefährlichkeit für Schlagzeilen. So musste unter anderem der Elektronikriese Sony einmal Tausende der Akkus zurückrufen. GS Yuasa will nach eigenen Aussagen mit den Behörden voll kooperieren. Es besteht der Verdacht, dass Probleme mit den Batterien Ursache der Dreamliner-Pannen sein könnten.

Fachleute der US-Behörden würden nun auch das Bordaggregat und die Ladegeräte der Lithium-Ionen-Batterien unter die Lupe nehmen, teilte die Behörde für Verkehrssicherheit (NTSB) am Sonntag mit. Die Ladegeräte werden von Securaplane Technologies, einer Tochter der britischen Meggitt produziert. Das Bordaggregat stammt von United Technologies, die den Großteil der elektrischen Systeme an Bord des Prestigefliegers stellen. Die Hersteller sicherten ihre Kooperation zu.

Die Ursache der Probleme mit den Batterien ist nach wie vor unklar. Eine zu hohe Spannung als Ursache für die Explosion einer Batterie in einer geparkten 787-Maschine am Bostoner Flughafen Anfang Januar hat die NTSB aber ausgeschlossen.

Der Hersteller Boeing hat die Auslieferung der Maschinen mittlerweile gestoppt. Die Produktion des Langstreckenflugzeugs soll aber fortgesetzt werden. Weltweit hatten Behörden die 50 bereits ausgelieferten 787-Jets aus dem Verkehr gezogen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So sieht der Dreamliner von innen aus

(dpa/rtr/jre/csi)