DLR-Studie Lufthansa hat an Heimatflughäfen höhere Marktanteile als Wettbewerber an Hauptairports

Exklusiv | Frankfurt · Die Wettbewerbs-Kommissarin fordert von der Airline, Startrechte in Frankfurt und München abzugeben. Das soll Vorteile der Staatshilfe ausgleichen. Eine Analyse der DLR für unsere Redaktion zeigt die Dominanz der Lufthansa an diesen Standorten.

 Flieger der Lufthansa am Frankfurter Flughafen (Archiv).

Flieger der Lufthansa am Frankfurter Flughafen (Archiv).

Foto: dpa/Boris Roessler

Der Streit um die Rettung der Lufthansa spitzt sich zu. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager verteidigte am Freitag ihre Forderung, dass die Airline an ihren zwei Hauptflughäfen Frankfurt und München viele Start -und Landerechte („Slots“) abgeben solle, um den Vorteil durch den Einstieg des deutschen Staates mit bis zu 25 Prozent auszugleichen. Die EU wolle sicherstellen, dass „Wettbewerbsverzerrungen behoben werden“, sagte sie. Es stärke eine Airline mehr, wenn ein Staat wie in Deutschland mit Eigenkapital einsteige als wenn er (wie Frankreich bei Air France) nur Kredite vergebe. Lufthansa soll neun Milliarden Euro vom Bund erhalten, drei Milliarden Euro als Kredit. Die EU fordert laut Branchenkennern die Abgabe von rund 100 Start- und Landerechten pro Tag zu attraktiven Uhrzeiten wie am frühen Abend und am Morgen.