Einkauf bei Rewe, Netto, DM oder Rossmann So kam es zu den doppelten Abbuchungen vom Bankkonto

Düsseldorf · Betroffen waren Kunden mehrerer Banken und Sparkassen, die bei Rewe, Netto, DM oder Rossmann eingekauft hatten. Ursache für die doppelten Abbuchungen war eine Panne beim Dienstleister Payone. Wie es nun weitergeht.

Die Panne bei Payone passierte bei Visa-Transaktionen.

Die Panne bei Payone passierte bei Visa-Transaktionen.

Foto: istock

Rund 3,8 Milliarden Transaktionen verarbeitet der Zahlungsdienstleister Payone pro Jahr nach eigenen Angaben für etwa 260.000 Kunden. Manche von denen werden beim Blick auf ihre Kontobewegungen zuletzt gewaltig irritiert gewesen sein. Da waren nämlich Zahlungsbeträge doppelt abgebucht worden, nachdem Kundinnen und Kunden bei Rewe, Netto, DM oder Rossmann eingekauft hatten. Betroffen waren beispielsweise Menschen, die ein Konto bei der DKB, der ING oder bestimmten Sparkassen hatten.

Ursache war eine Panne bei Payone, die das Unternehmen am Mittwoch auf Anfrage bestätigte: „Aufgrund einer technischen Störung in unserem System kam es am Samstag, den 23. Dezember, bei einem Teil der durchgeführten Visa-Transaktionen zu einer doppelten Verarbeitung“, erklärte Payone. Die Experten des Unternehmens hätten die Ursache der Störung bereits identifiziert und eine umfassende Lösung eingeleitet. „In enger Abstimmung mit unserem Partner Visa setzen wir alles daran, die erforderlichen Korrekturen so schnell wie möglich durchzuführen“, so Payone. Die betroffenen Transaktionen würden zeitnah sowohl bei unseren Händlern als auch bei deren Kunden korrigiert. Die DKB erklärte auf Anfrage, betroffen seien Kunden aller Banken. Die fehlerhaften Buchungen würden innerhalb der nächsten Tage automatisch zurückerstattet, kündigte das Unternehmen an. Bei der DKB war es bereits im vergangenen Jahr zu einer Panne gekommen, damals hatte das Unternehmen aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Problem ein internes sei und nicht durch einen Dienstleister verursacht worden sei.

Payone sieht sich selbst als führender Zahlungsdienstleister in Deutschland und Österreich und ist ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Sparkassengruppe und des französischen Zahlungsdienstleisters Worldline. Das Unternehmen war zuletzt im Spätsommer in die Schlagzeilen geraten, als die Finanzaufsicht Bafin „wegen hoher Geldwäscherisiken und unzureichender Sicherungssysteme“ Transaktionen für bestimmte Geschäftskunden untersagt hatte. Dabei ging es um Websites von Händlern, die womöglich in Verbindung mit betrügerischen Abos gestanden haben, also Fake-Shops, die Phishing, also Betrug mit Passwörtern, betrieben haben könnten.

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