Discounter Tedi nimmt Black.de nach einem Jahr wieder vom Markt

Discounter-Kette: Tedi nimmt Black.de wieder vom Markt

Die Discounter-Kette Tedi stellt sich in Deutschland neu auf. Davon ist die Tochtergesellschaft Black.de betroffen: Nach nur etwa einem Jahr verschwindet die Billig-Marke wieder vom Markt - obwohl sie von den Kunden "sehr gut angenommen" worden sein soll.

Die bundesweit rund 50 Geschäfte von Black.de sollen in den nächsten Monaten umbenannt und umgebaut werden. Das kündigte die Muttergesellschaft Tedi an. "Die Marke Black.de wird sukzessive vom Markt genommen", sagte eine Tedi-Sprecherin der den "Ruhr Nachrichten". "Die bestehenden Black.de-Stores in Tedi-Filialen umgeflaggt." Die Änderung dürfte Kunden schon vor dem Betreten eines Geschäftes auffallen: Die Farbe von Black.de ist schwarz, die von Tedi blau.

Black.de in Solingen Foto: Kempner Martin

Nach Angaben der Sprecherin will sich die Discounter-Kette insgesamt neu aufstellen. Demnach soll es künftig keine zwei Marken mehr geben. "Das Black.de-Konzept wurde von den Kunden sehr gut angenommen", sagte die Firmensprecherin "Der Westen". Das Unternehmen habe aber entschieden, die Konzepte von Tedi und Black.de zu vereinen. "Es wird nicht das eine oder das andere Konzept fortgeführt, wir als Tedi übernehmen das Beste aus beiden Konzepten." Auch die Mitarbeiter von Black.de würden übernommen.

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Die erste Black.de-Filiale war nach Angaben der "Ruhr Nachrichten" im Dezember 2016 eröffnet worden. Seitdem sind nach Firmenangaben Dutzende Geschäfte in ganz Deutschland hinzugekommen, vor allem in Nordrhein-Westfalen, zum Beispiel in Solingen. Die Billig-Kette wirbt mit "Preisen auf unfassbarem Tiefstand". Das Sortiment umfasst Schreib-, Haushalts- und Spielwaren, Accessoires sowie Drogerie-Produkte.

Vor wenigen Wochen hatte Tedi mitgeteilt, der Discounter wolle 63 Filialen der niederländischen Kette Xenos in Deutschland übernehmen. Dadurch könne die Kette verstärkt in Top-Lagen vertreten sein, teilte das Unternehmen mit. Die Zahl der Tedi-Filialen stieg mit der Übernahme europaweit auf rund 1800 Geschäfte.

(wer)