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Nach Lokführerstreik: Die Züge in Deutschland fahren wieder

Nach Lokführerstreik : Die Züge in Deutschland fahren wieder

14 Stunden dauerte der Lokführerstreik. Seit 4 Uhr rollen die Züge wieder und die Deutsche Bahn kehrt am Donnerstagmorgen wieder zum Normalbetrieb zurück. Der Verkehr sei "flächendeckend gut angelaufen", sagte eine DB-Sprecherin. Im morgendlichen Berufsverkehr müsse aber noch vereinzelt mit Verspätungen und Zugausfällen gerechnet werden.

Die Lokführer haben ihren 14-stündigen Streik nach den offiziellen Bekanntmachungen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) beendet. Für weitere Auskünfte war die GDL am frühen Donnerstagmorgen nicht zu erreichen. Auf Reisende und Pendler kommt direkt eine neue Geduldsprobe zu. Die Piloten bei Germanwings lassen von Donnerstagmittag an die Arbeit ruhen. Bei der Lufthansa-Tochter werden 100 von 500 Flügen gestrichen. Politiker rufen die zerstrittenen Tarifparteien zu einer schnellen Rückkehr an den Verhandlungstisch auf.

Der Streik der Lokführer hat am Mittwoch zu teils massiven Behinderungen für Bahnreisende geführt. Im Fernverkehr fuhr nach Angaben der Deutschen Bahn nur jeder dritte ICE, Intercity oder Eurocity. Im Regionalverkehr gab es teilweise noch größere Probleme.

"Wir werden Donnerstagmorgen so schnell wie möglich versuchen, wieder den Normalbetrieb aufzunehmen", sagte ein Bahnsprecher. Pendler sollten aber mehr Zeit einplanen, um rechtzeitig zum Arbeitsplatz zu kommen.

Auf Facebook teilen Pendler ihre Erfahrungen auf den Bahnsteigen am heutigen Morgen mit.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hatte ihre Mitglieder bundesweit zu einem 14-stündigen Streik aufgerufen. Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Geld und zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit. Ein Ende des Tarifstreits ist nicht in Sicht. Ob weitere Streiks eventuell am Wochenende drohen, wollte die GDL nicht sagen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) rief die Tarifparteien zu einer schnellen Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Zur Tarifautonomie gehöre auch das Mittel des Streiks, sagte Dobrindt in Berlin. Damit sei aber besonders verantwortungsvoll umzugehen, um die Zahl der betroffenen Dritten gering zu halten.

Wuppertal am Wochenende vom Schienennetz abgeschnitten

Nach den bundesweiten Streiks der Lokführer kommen auf Bahnreisende am Wochenende im Raum Wuppertal wegen Streckensperrungen weitere Behinderungen zu: Der Wuppertaler Hauptbahnhof und mehrere kleinere Bahnhöfen werden komplett vom Bahnverkehr abgeschnitten. Grund seien Bauarbeiten für ein elektronisches Stellwerk, teilte die Bahn in Düsseldorf mit. Von Freitagabend (22.00 Uhr) bis Montagmorgen (4.00 Uhr) würden Busse anstelle der Regionalzüge eingerichtet. Fernzüge sollen umgeleitet werden. Der Schienenersatzverkehr könne am Samstagnachmittag aber wegen kleinerer Demonstrationen im Bereich Oberbarmen und Elberfeld gestört werden.

Hier geht es zur Infostrecke: Verspätung wegen Bahnstreik: Das sind Ihre Rechte

(dpa)