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Deutsche Post zur Halbjahresbilanz unter Druck

Nach turbulenten Wochen : Deutsche Post zur Halbjahresbilanz unter Druck

Steigende Kosten, niedrige Preise und ein harter Wettbewerb machen dem Marktführer zu schaffen, vor allem im Brief- und Paketgeschäft.

Gewinnwarnung, Sparzwang, Vorstandsumbau: Nach turbulenten Wochen präsentiert die Deutsche Post an diesem Dienstag die Geschäftszahlen des ersten Halbjahres. Vor allem im Brief- und Paketgeschäft steht der Konzern unter Druck. Steigende Kosten, niedrige Preise und ein harter Wettbewerb machen dem Marktführer zu schaffen. Im Juni sah sich die Post daher gezwungen, eine Gewinnwarnung herauszugeben und ein umfassendes Spar- und Investitionsprogramm anzukündigen.

Wenige Tage später trennte sich der Konzern von Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes, der jahrelang das Brief- und Paketgeschäft geleitet hatte. Vorstandschef Frank Appel hat den Bereich übergangsweise mit übernommen.

Die Probleme in der Sparte bekommen auch die Verbraucher zu spüren. Schon seit Anfang Juli gelten bei der Post höhere Preise für Bücher- und Warensendungen. Auch bei den Paketpreisen will das Unternehmen zulegen, sprach dabei zuletzt aber lediglich über Geschäftskunden. Bei den Briefen wurde bereits in Medien über Steigerungen beim Standardbrief von 70 auf dann 80 Cent ab Januar 2019 spekuliert. Diese Preise müssen von der Bundesnetzagentur genehmigt werden und sind frühestens im kommenden Jahr möglich.

(sbl/dpa)