Deutsche Post: Verdi fordert 6 Prozent mehr Lohn

Auftakt der Tarifverhandlungen: Verdi fordert 6 Prozent mehr Lohn für Post-Beschäftigte

Bei der Deutschen Post beginnen in Niederkassel die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag. Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Lohnerhöhung von sechs Prozent für die 130.000 Tarifbeschäftigten. In NRW gilt das Regelwerk für rund 30.000 Mitarbeiter.

Die Deutsche Post DHL hatte zuvor durchblicken lassen, dass sie ein Gehaltsplus von sechs Prozent für zu hoch hält - auch weil die Briefmengen Jahr für Jahr sinken. Die Gespräche zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmerseite dürften sich in den kommenden Monaten über mehrere Runden hinziehen. Die Gewerkschaft fort zusätzlich zu einem Lohnplus die Möglichkeit, dass die Mitarbeiter statt mehr Geld mehr Freizeit bekommen - also mehr Urlaubstage.

Der Tarifvertrag von 2015 hatte zunächst ein Plus von 2 und später von 1,7 Prozent vorgesehen. Die damaligen Verhandlungen hatten zu heftigen Verwerfungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern geführt samt mehrwöchigem Streik. Anlass zu den Verstimmungen war unter anderem die Gründung einer Tochterfirma, wo Paketboten im Schnitt schlechter bezahlt wurden als zuvor. Dieses Vorhaben setzte der Bonner Konzern trotz Kritik aus Arbeitnehmerreihen um. Ein ähnliches Aufregerthema ist in den diesjährigen Tarifverhandlungen nicht absehbar.

(wer)