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Deutsche Post: Verdi-Chef Bsirske warnt vor "Großkonflikt"

Streit um Paketgeschäft : Verdi-Chef Bsirske warnt Post vor "Großkonflikt"

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi warnt die Deutsche Post in der Debatte um die Gründung neuer Sub-Firmen für Paketzusteller vor einem "Großkonflikt".

"Jetzt tut die Post so, als würde sie zehntausend zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Das war der Bluff, mit dem sie in der Öffentlichkeit angetreten ist", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske im Interview der Woche des Senders SWR2, das am Samstagabend ausgestrahlt werden soll. "Tatsächlich aber verschiebt sie nur die Beschäftigten in andere Gesellschaften mit bis zu 20 Prozent weniger Entgelt und Gehalt."

Bsirske warf der Post Profitgier "auf dem Rücken der Beschäftigten" vor. Der Gewerkschaftschef schloss Streiks nicht aus. Es drohe "ein richtiger Großkonflikt in einem Bereich, der gewerkschaftlich sehr sehr gut organisiert ist".

Die Post will in dutzenden Regionalgesellschaften unter dem Namen DHL Delivery GmbH bis zu 20.000 Arbeitsplätze für die Paketzustellung schaffen. Der Plan wird von Gewerkschaftsvertretern scharf kritisiert, weil in den Regionalfirmen nicht nach dem Haustarif, sondern nach den Tarifregelungen der Speditions- und Logistikbranche gezahlt werden soll.

(AFP)