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Deutsche Post bereit für viel mehr Pakete-Zustellungen während Corona-Krise

Online- statt Offline-Shopping : Deutsche Post bereit für viel mehr Pakete-Zustellungen während Corona-Krise

Die allermeisten Geschäfte sind mittlerweile geschlossen, viele setzen deshalb auf Online-Shopping. Doch sind die Paketdienstleister dafür überhaupt gewappnet? Ja, sagt die Deutsche Post.

Die Post erklärt auf Anfrage, sie könne ein deutlich höheres Volumen von Paketen zustellen, falls Kunden wegen der Corona-Krise Waren online bestellen. Es habe bisher keine auffällige Erhöhung des Sendungsvolumens gegeben, sagte ein Sprecher. „Sollten sich mehr Menschen in Deutschland entschließen, Güter online beziehungsweise über den klassischen Versandhandel zu erwerben, steht dem derzeit in Bezug auf Transport und Zustellung nichts entgegen.“

Damit Kunden und Postmitarbeiter sich nicht gegenseitig anstecken können, verzichtet der Konzern bei der Übergabe von Paketen außerdem auf eine Unterschrift des Kunden. Stattdessen unterschreibt der Paketbote.

Wie leistungsfähig der Konzern ist, zeigt ein Rückblick auf 2019. Die Post hat im vergangenen Jahr rund 1,6 Milliarden Pakete transportiert – ein Plus von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ein neuer Rekord. In den Tagen vor Weihnachten wurden außerdem bis zu elf Millionen Pakete am Tag ausgetragen. Rund 10.000 zusätzliche Aushilfskräfte und mehr als 12.000 zusätzliche Fahrzeuge waren im Einsatz, wobei die Post längst nicht der einzige Zusteller in Deutschland ist.

Kapazitäten gibt der Post auch, dass aktuell relativ wenige Briefe zugestellt werden, weil viele Firmen weitgehend geschlossen haben. Allerdings könnte die Corona-Krise die Zustellung schwächen, falls viele Zusteller krank werden oder in Quarantäne müssen.

Die Post hat im Kreis Heinsberg die Zustellungen nicht unterbrochen, obwohl der Kreis die höchsten Infektionszahlen in ganz Nordrhein-Westfalen aufweist.