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Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung: Deutsche Bank soll Dokumente gelöscht haben

Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung : Deutsche Bank soll Dokumente gelöscht haben

Einem Medienbericht zufolge soll die Deutsche Bank in der Affäre um Steuerhinterziehung beim Handel mit Verschmutzungsrechten Unterlagen vernichtet haben. Demnach wären diese für die Aufklärung des Falles nötig gewesen. Unterdessen hat Vorstandsmitglied Jürgen Fitschen den Vorwurf der schweren Steuerhinterziehung zurückgewiesen.

Wie die "Süddeutsche Zeitung berichtet, sollen den Ermittlern E-Mails zu den mutmaßlich kriminellen Geschäften vorenthalten worden sein. Aus der Bank hieß es, niemand habe manipuliert. Nach Razzien in der Zentrale und mehreren Büros habe das Amtsgericht Frankfurt am Donnerstag entschieden, dass vier Bank-Beschäftige in Untersuchungshaft kommen. Ein Fünfter werde aus gesundheitlichen Gründen geschont. Zu den in Gewahrsam genommenen gehört den Angaben zufolge ein führender Mitarbeiter aus dem Rechtsbereich, der für das Geldinstitut und dessen Vorstand große Justizverfahren betreut.

 Vorstandschef Jürgen Fitsch ist auch in den Fokus der Ermittlungen geraten.
Vorstandschef Jürgen Fitsch ist auch in den Fokus der Ermittlungen geraten. Foto: dpa, Boris Roessler

Fitschen: Fühle mich ungerecht behandelt

Deutsche Bank-Vorstandsmitglied Jürgen Fitschen hat den Vorwurf der schweren Steuerhinterziehung zurückgewiesen. Er sei "fest davon überzeugt", dass sich die Vorwürfe als unbegründet erweisen würden, sagte Fitschen der "Bild"-Zeitung. In seinem mehr als 40-jährigen Berufsleben sei er "den Prinzipien des ehrbaren Kaufmanns stets treu geblieben", betonte der Co-Chef der Deutschen Bank. Deshalb fühle er sich ungerecht behandelt und werde sich zur Wehr setzen.

"Meines Erachtens war das Vorgehen der Staatsanwaltschaft überzogen", sagte Fitschen außerdem dem "Handelsblatt", wie die Zeitung am Donnerstagabend auf ihrer Internetseite berichtete. Er wundere sich, dass es überhaupt "zu einem solchen Verfahren kommen konnte". Aus seiner Sicht entbehrten die Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft jeder Grundlage, schrieb die Zeitung.

(APD/AFP/dpa/felt)