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Geldhaus ächzt unter Rechtsstreitigkeiten: Deutsche Bank: Gewinn bricht um 94 Prozent ein

Geldhaus ächzt unter Rechtsstreitigkeiten : Deutsche Bank: Gewinn bricht um 94 Prozent ein

Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal einen hefitgen Gewinneinbruch erlitten: Der von Juli bis September erzielte Netto-Gewinn schrumpfte um 94 Prozent auf 41 Millionen Euro zusammen.

Der Gewinn der Deutschen Bank ist im dritten Quartal eingebrochen. Unter dem Strich verdiente das Institut noch 41 Millionen Euro, wie es am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Vor einem Jahr waren es noch 747 Millionen Euro.

Ursache hierfür waren demnach vor allem Aufwendungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten und rückläufige Einnahmen des Investmentzweigs. Das Ergebnis fiel damit noch deutlich schlechter aus, als die meisten Analysten erwartet hatten. Im ersten Halbjahr hatte die Deutsche Bank einen Gewinn von 1,995 Milliarden Euro nach Steuern erwirtschaftet. Dies waren vier Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres.

Die Deutsche Bank sieht sich mit einer Reihe von Skandalen und juristischen Auseinandersetzungen konfrontiert. Dem Konzern machen unter anderem Ermittlungen wegen der Verwicklung von Mitarbeitern in die Manipulation des Libor und anderer international bedeutender Zinssätze zu schaffen. Hinzu kommt der Verdacht auf Umsatzsteuerbetrug durch Konzernmitarbeiter im Handel mit CO2-Zertifikaten, der Ende 2012 zu einer Razzia bei der Bank führte. In den USA belasten juristische Probleme im Geschäft mit Immobilienkrediten das Geldhaus.

Das Institut erhöhte deshalb seine Rückstellungen um 1,2 Milliarden auf 4,1 Milliarden Euro. Zudem rutschte der Gewinn des Investmentbankings wegen eines schwachen Anleihengeschäfts ab. Co-Chef Anshu Jain hatte die Anleger bereits auf schwache Zahlen eingestimmt.

(AFP/dpa)