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Trotz schwacher Ergebnisse: Deutsche-Bank-Chefs verdienen mehr

Trotz schwacher Ergebnisse : Deutsche-Bank-Chefs verdienen mehr

Die Führungsriege der Deutschen Bank hat im vergangenen Jahr trotz mauer Ergebnisse mehr verdient. Die Gesamtvergütung des Vorstands stieg auf 38,5 (2012: 26,3) Millionen Euro, wie das Institut am Donnerstag in seinem Geschäftsbericht mitteilte.

Auf die beiden Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen entfielen dabei jeweils 7,47 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch gut 4,8 Millionen gewesen, allerdings hatten die beiden Manager den Chefposten erst im Sommer 2012 angetreten.

Unter Berücksichtigung der Kosten für den Kirch-Vergleich und für andere Rechtsstreitigkeiten kam die Deutsche Bank 2013 auf einen Nettogewinn von 681 Millionen Euro. Nach den Worten von Aufsichtsratschef Paul Achleitner reicht das nicht: "Die verbesserungsbedürftige Reputation und das wenig zufriedenstellende Nachsteuerergebnis der Bank 2013 zeigen, dass noch eine weite Strecke vor uns liegt, bevor Ihre Deutsche Bank die gesellschaftliche und wettbewerbsfähige Stellung erreicht hat, die Sie von ihr erwarten können", schrieb er im Geschäftsbericht an die Aktionäre.

Boni verdoppeln?

Zudem will die Bank einem Zeitungsbericht zufolge den künftig vorgegebenen Spielraum für Bonuszahlungen voll ausschöpfen. Die Aktionäre sollen ihre Erlaubnis geben, die Obergrenze für Boni verdoppeln zu dürfen, wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Aufsichtsratskreise berichtete. Das Gremium habe den Antrag in die Tagesordnung der Hauptversammlung am 22. Mai aufgenommen. Einige Großinvestoren hätten bereits Zustimmung signalisiert, wurden Finanzkreise zitiert. Bisher lagen die leistungsabhängigen Sonderzahlungen für Banker zum Teil beim Vier- oder Fünffachen des Grundgehalts. Künftig dürfen die Boni in Europa im Grundsatz nicht höher sein als dieses. Nur wenn die Eigentümer zustimmen, können sie doppelt so hoch ausfallen.

(REU)