Nach XXL-Streik Konflikt zwischen GDL und EVG verschärft sich weiter

Fulda · Im vertrackten Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn verschärft sich die Konkurrenz zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG. Unmittelbar nach Ende des bislang längsten GDL-Streiks sieht die EVG keinen Grund, bei ihren Verhandlungen auf Positionen der Lokführer zu reagieren.

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"Wir führen unsere Verhandlungen und sehen, dass wir unsere Forderungen durchsetzen", erklärte ein Sprecher am Montag vor einer Sitzung der EVG-Tarifkommission in Fulda. Die unterschiedlichen Forderungen der beiden Gewerkschaften sind das Haupthindernis für übereinstimmende Tarifverträge, wie sie die Bahn anstrebt.

Immer mehr in den Fokus rücken in dem Streit die rund 3000 Lokrangierführer, die nach Forderung der GDL das gleiche Geld wie die Streckenlokführer erhalten sollen. Die EVG, die nach eigenen Angaben mindestens 75 Prozent dieser Berufsgruppe als Mitglieder hat, will hingegen für die Beschäftigten ein neues, besser bezahltes Berufsbild des Transportlogistikers schaffen.

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Die Kollegen müssten längst nicht mehr nur die Wagen zusammenkoppeln, sondern hätten zahlreiche weitere Aufgaben übernommen, die bislang aber nicht vergütet würden, sagte der EVG-Sprecher. Bislang hat ausschließlich die EVG Tarifverträge für die Lokrangierführer abgeschlossen. Sie setzt ihre Verhandlungen mit der Bahn an diesem Dienstag in Frankfurt fort.

(dpa)
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